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An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser (Charlie Chaplin)

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Der längste Weg...

 

Fragt man in einer hektischen Stadt wie Frankfurt am Main die Leute nach ihrer inneren Mitte, bekommt man gerne mal ein: „Die waaas?“ zu hören. Eine Hand voll beschreibt es als längst vergessenes Gefühl, dass sich in etwa so wie Urlaub anfühlt. Oder aber:  „Der Moment wo man halt ruhig ist – so ähnlich wie Lethargie...oder…betrunken!“ Na gut, letzteres kommt vielleicht eher nur von den Erstsemestern der Johann Wolfgang Goethe Universität. Aber die wenigstens erkennen es als Weg, oder als Ort, der in einem selbst ruht. Ommmm.

Ja, ihn zu finden ist eine größere Herausforderung, als wie an Ostern bunte Eier zu suchen. Manche brauchen bis ins hohe Alter, andere finden ihn nie. Aber die meisten, suchen ihn seltsamerweise gar nicht. Wenn man Glück hat, stolpert man irgendwann darüber und denkt sich: Och ja…hier ist es aber nett und so gut wie hier ging es mir noch nie! Könnte das eventuell vielleicht…?

Die wenigsten suchen ihn bewusst. Hat ja auch viel mit Empathie zu tun und Selbstreflektion. Damit sich mit sich selbst auseinander zu setzen oder auch mal Einsicht zu zeigen. Klar besteht die Gefahr, dass man auf diesem Weg herausfindet, dass man eigentlich ein ziemlicher Idiot ist. Aber damit kann man arbeiten. Ist dann halt nur etwas komplizierter und man macht sich zusätzlich noch die Sorgen darüber, wie mies sich das jetzt auf die Wiedergeburt auswirkt, zwecks Karma…sofern man daran glaubt. Oder ob Gott einen dann übers Knie legt oder was auch immer der eigene Glaube da so anbieten kann.

Der Weg zu sich selbst ist der längste den man gehen kann und der schwerste. Die Abzweigungen sind Entscheidungen, die niemand anderes für einen fällen kann. Sie tragen keine Namen sondern nur dicke, wohlgeformte Fragezeichen. Welche Entscheidung ist die richtige und welche falsch? Die Antwort lautet: Keine, solange du mit der Konsequenz deiner Entscheidung leben und umgehen kannst. Anderen zu vergeben ist nämlich immer leichter, als sich selbst. Der Gedanke, etwas in der Vergangenheit ändern zu wollen ist zu oft präsent und verdrängt dabei die Tatsache, dass wir es gar nicht ändern können. Wieder gut machen…eventuell…aber rückgängig…keine Chance. Die nächste Frage ist schon schwieriger zu beantworten: Wer bin ich? Manchmal kommt noch dazu: Wie viele bin ich? Darauf gibt’s keine passende Antwort, dafür sind wir zu individuell. Selbstreflektion ist nicht nur von anderen einen Spiegel vorgehalten zu bekommen, sondern hauptsächlich von sich selbst. Dabei ist als allererstes wichtig, ob man sich selbst noch in die Augen sehen kann. Betrachtungsweisen im alkoholisierten Zustand, zählen dabei selbstverständlich nicht. Aber auch nüchtern betrachtet, neigen wir zu Selbstzweifeln oder Selbstüberschätzung…oder zum Leugnen. Keine Sorge, das ist menschlich und bekannt ist ja, dass der Mensch ein Mensch ist, weil er sich menschlich verhält. Ja, auch Charakter hat ein Gesicht und irgendwann kommt ein Augenblick, da erkennt man ihn…oder muss erkennen, dass man eigentlich gar keinen hat und sich von anderen lenken lässt. Daran und damit kann man doch arbeiten.

Und so sucht man und sucht, bis man erkennt, dass die Antwort in einem selbst liegt. Deshalb kann man noch so viele Wanderungen unternehmen, Berge besteigen und Ozeane überqueren und die innere Mitte nicht finden, solange man sein eigener fein ist und sich vor sich selbst verschließt.

Ommmm...

13.2.15 17:00
 
Letzte Einträge: Adieu Winterlethargie, Verluste zu vermelden...


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