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An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser (Charlie Chaplin)

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Ich hätte da gerne mal ein Problem!

Kennt ihr diese Lebensphasen? Nach einer turbulenten Zeit, eineeeer seeehr laaaangen Zeeeeeit, in der man es schaffte ein Problem zu lösen und als Dank dafür 3 Neue bekam, einem morgens schon am heiligen Java-Altar, die kostbare Flüssigkeit verschüttet ging, oder einfach mal sämtliche Haushaltsgeräte rebellisch den Dienst verweigern. Außerdem zickt der Chef, die Kollegin, die Familie oder die Freunde, meinetwegen auch die Hausverwaltung.

Um diese Phasen geht es nicht.

Im Gegenteil, es geht um jene, die darauf folgen. Die mit dem hellen Licht, der Sonne am Horizont und dem Segelboot auf ruhiger See. Man ist entspannt, kann sich zurücklehnen und alles läuft wie geplant. Selbst das Haustier ist entspannt und liegt schnarchend auf dem Sofa, alle Rechnungen sind bezahlt, der Chef ist zufrieden und selbst das Fernsehprogramm scheint sich zu bessern. In den Beeten und Vorgärten kündigen sich die ersten Frühlingsboten an und erfreuen das Herz, den Freunden geht es gut oder sie sind sogar glücklich und Mama möchte einen gerade auch nicht enterben. Kurzum, die Zeit, die wir uns in den anderen Phasen so sehr wünschen, so hart erarbeiten und so sehr vermisst haben.

Warum, bei aller Liebe, sind wir nicht in der Lage sie zu genießen? Selbst die Optimisten können sich an dieser Stelle wirklich nicht herausreden. Sie suchen…sie suchen genau wie Du und ich! Sie lauern hinter Ecken, spähen in die Winkel und kratzen in den Fugen. Sie suchen das Haar in der Suppe, verbiegen dabei Löffel und beißen in die Tischkante. Irgendwo muss doch noch so ein lästiges kleines Problemchen sein, irgendwo was unerledigtes und aufgeschobenes und der beste Freund Achim, hat heute Morgen anders geschaut als gestern. Provokation? Mitleid? Und schon greift man zum Hörer um ihn danach zu fragen. Stellt sich das auch als Missverständnis heraus, wird man noch unruhiger und beginnt fast sich die Haare auszureißen. Sofern man nicht gerade ein Hobbit ist oder unter übermäßigem Haarwuchs leidet, ist dies natürlich auch keine langanhaltende Beschäftigung und noch weniger eine Schöne. Folgt gleich auf Nase bohren.

Also nimmt man sich eben die anderen vor. Es ist ja nicht so, dass regelmäßig und beständig nach der eigenen Meinung verlangt wird, die wir zweifelsohne prinzipiell haben. Aber das macht uns Menschen ja nichts aus. Wir teilen sie trotzdem mit. Ungefragt oder gefragt, dass spielt dabei nicht einmal die kleinste Rolle. Sie formt sich im Kopf, schleicht irgendwie ungehindert gen Zunge, prallt mit dem Kopf voran gegen die geschlossenen Lippen und purzelt dann mehr oder weniger geschickt heraus. Irgendwer wird sie schon hören. Der den es nicht betrifft, im Regelfall ein Freund oder Bekannter, möglicherweise auch ein Kollege. In durchaus selteneren Fällen, bekommt es allerdings der zu hören, den es betrifft. Vorher wird es doch noch eher dem Haustier, der Topfpflanze oder der Dunkelheit anvertraut. Nein, Meinungen sind nicht unbedingt lästern, es sind immer noch Meinungen. Immerhin gehört zum Lästern ja mehr. Stimmt’s? Nicht das zusätzliche Kichern und Fingerzeigen ist gemeint, sondern tatsächlich die Art und Weise wie man mit der Meinung umgeht. Würde man dem, den es betrifft das gleiche sagen wie das, was man den anderen erzählt? Genau. Man will ja nicht verletzen. Achsoooo! Erstaunlicherweise ist unser Wortvokabular doch soweit ausgeprägt, dass man es dann notfalls „schonender“ beibringen könnte, wenn der Betroffene in den Augen der anderen so eine Mimose ist. Das funktioniert so auch nicht? Na sowas! Es mag vermutlich eine unheimlich schwierige, kaum zu bewältigende, krampfauslösende Körperanstrengung sein, aber man könnte die zarten, rosé farbenen Dinger, die unser Gesicht zieren doch einfach mal ganz geschlossen und die Meinung für sich behalten. Denn was ist, wenn man es die betroffene Person Doch ganz zufällig zu hören bekommt, auf anderen Wegen, von anderen Mündern und mit detailgetreuen Angaben zur informativen Quelle? Schlimmer? Besser? Verschlimmbessert?

Darüber darf man nachdenken und sich die Stirn reiben, währenddessen ich mir mal eben selbst mal ein wenig ganz unauffällig an die Nase tippen gehe (es ist wirklich eine nette Nase, steckt nur gerne hier und da mal mit drin, ist aber garantiert Schnupfenfrei) und sie danach wieder selbstverständlich pudere.

Also äh…Probleme? Gibt’s hier irgendwo Probleme? Könnt gerade eins gebrauchen…!

6.2.15 13:27
 
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